„Wie können die Zeilen, die ich in mein Tagebuch schreibe, einem Drehbuch für den falschen Film gleichen?“

In den letzten Monaten schien die ganze Welt über RIA einzubrechen: Gerade von einem Tiefschlag erholt, kam bereits die nächste Krise. Irgendwann fehlte der 25-jährigen Künstlerin die Kraft, alles zu verarbeiten. Der Druck, immer stark sein zu müssen, hat das Ganze zusätzlich erschwert. Bis sich das Bewusstsein entwickelte, dass es ok ist, auch mal nicht ok zu sein. Manchmal möchte man den Kopf einfach ausschalten und weglaufen, bis alles wieder leichter ist.
„Kopf aus“ ist ein Song, der in schwierigen Zeiten eben nicht die typische “du musst jetzt stark sein”-Moral vermittelt, und zum Wiederaufrichten und Weitermachen animiert, sondern ein Song, der Verständnis für das “nicht mehr können” zeigt. Verständnis für‘s Fallenlassen. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass irgendwann wieder gute Zeiten auf uns warten.

RIA war schon mit 4 klar, dass sie Sängerin werden möchte. Mit 7 nimmt sie Gitarrenunterricht, mit 13 gründet sie mit Freunden ihre erste Band als Gitarristin, danach wird sie Sängerin einer weiteren Band. Klavierspielen hat sie sich vor zwei Jahren selbst beigebracht. Als sie sich nach dem Abitur die Frage stellt, welche Richtung sie nun einschlagen möchte, ermutigt ihre Mutter sie sogar, die Karten auf die Musik zu setzen. Und genau das tut RIA, weil sie weiß, dass es richtig ist. Passend zu ihrem Optimismus nennt RIA ihre Debüt-EP “Leichter”: “Mit jedem geschriebenen Song fühle ich mich ein Stück leichter. Weil mir jeder einzelne Song hilft, ein bisschen Ballast abzuwerfen oder festzustellen, wie schön die guten Erlebnisse sind.”
Mit ihrer Frische und ihrer unverstellten Art meint man beim Hören ihrer Musik, RIA sitzt geradewegs neben einem auf dem Sofa im Wohnzimmer, hört zu, tröstet, heitert auf und hat immer die passenden Worte parat. Wie eine gute Freundin eben.


26.03.2021 | Single | „Kopf aus“