Am 12. Januar erscheint mit „Sturm & Dreck“ das von ihren Fans sehnlichst erwartete, fünfte Album von Feine Sahne Fischfilet, das weit über die Punkszene hinaus für Diskussionen sorgen wird.

„Wir leben gerade einen Traum, den ich nie hatte“, sagt Sänger Jan „Monchi“ Gorkow – und vermittelt damit in wenigen Worten eine Kernbotschaft von Feine Sahne Fischfilet: Diese Band ist in den vergangenen Jahren immer erfolgreicher und beliebter geworden, weil sie nie über Erfolg nachgedacht, sondern einfach immer nur das getan hat, was sich richtig und gut anfühlte. Und die Kids lieben sie dafür.

Mittlerweile ist das von der Ostseeküste stammende Sextett nicht nur eine der haltungsstärksten und besten aufstrebenden Gruppen des Landes, sondern vielleicht auch eines der spannendsten Phänomene im deutschsprachigen Musikzirkus. Gleichzeitig gelten die sechs Musiker in den Augen des Staates als „Vorpommerns gefährlichste Band“. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Formation entstanden, die etwas zu sagen hat und das sehr laut. Mit funkelnder Radikalität und dem Finger stets am Verbalabzug sind sie musikalische Berserker, kompromisslos und voller Aufruhr. Dabei gelingen ihnen rasante Hymnen voller Kraft: Lautstark, lebenshungrig und lustvoll singen sie von der Lücke im System, die ihre Heimat ist, Partys und Politik, Liebe und Verlust, über Freunde und Familie, Kampf, Spaß und Durchdrehen.

Der Aktivismus und das offene Bekenntnis der Band gegen Rechts bringen der Band über Jahre Vermerke im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern ein. Aber auch das nehmen Feine Sahne Fischfilet eher mit Humor.

„Wir nutzen schamlos die Öffentlichkeit aus, die wir gerade bekommen, und versuchen, geile Aktionen zu reißen“, beschreibt der mit großer Klappe und noch größerem Herzen ausgestattete Feine Sahne-Frontmann diese Aktivitäten. „Wir sind als Band nie so jammermäßig drauf gewesen ‚Nazis hier, Nazis da, alles ganz schlimm‘. Wenn die Kacke am Dampfen ist, muss man halt selber Action machen. Natürlich hoffen wir, dass die Leute das auch geil finden, aber erst mal muss es ja uns selbst gefallen. Bislang geht das ganz gut auf.“

Der vorläufige Höhepunkt und gleichzeitig Standortbestimmung ist das neue Album „Sturm & Dreck“. „Mit unserer letzten Scheibe waren wir drei Jahre unterwegs“, sagt Monchi. „Wir haben tolle Sachen erlebt, aber gleichzeitig ist die Lust immer größer geworden, diese ganzen Erlebnisse auch in neue Lieder zu gießen und uns musikalisch einen Schritt weiterzuentwickeln.“

Schon immer waren Jan „Monchi“ Gorkow (Gesang), Christoph Sell (Gitarre, Gesang), Kai Irrgang (Bass), Olaf Ney (Schlagzeug) sowie die Trompeter Jacobus North und Max Bobzin eine der besten Live-Bands des Landes. Ihre Konzerte sind mitreißend, eine Grenzerfahrung, kollektive Euphorie. Was bislang fehlte, war das eine Album, welches die Energie der Band rundum überzeugend ins Studio überträgt. „Sturm & Dreck“ ist dieses Album, ist Musik für hier und jetzt, frisch, modern, mitreißend.

Von Genreschubladen und dem entsprechenden subkulturellen Verhaltenskodex hält Monchi ohnehin nicht viel: „Ich war nie Punk im engeren Sinne. Ich fühle mich nicht einer bestimmten Gruppe zugehörig. Wir haben einfach Bock, neue Sachen zu probieren und sind generell für vieles offen.“

Die zwölf neuen Songs nehmen den Hörer in den Arm, wenn es brenzlig wird. Und brennen tut es eigentlich immer. Alles ist dabei: Ernüchterung, Suff, Spaß, Agitation, Vernunft, Randale und Exzess. Für 2018 setzen sie live „Alles auf Rausch“ und werden nach der Veröffentlichung von „Sturm & Dreck“ durch 19 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ziehen.

Im Frühjahr 2018 kommt darüber hinaus unter dem Titel „Wildes Herz“ eine Filmbiografie über Sänger Monchi in die Kinos, die unter der Regie des bekannten Schauspielers Charly Hübner entstanden ist.

 

VÖ:
12.01.2018 | Album | „Sturm & Dreck“