Von Rebellen, tiefen Nächten, einem Echo und viel Licht…

Mit der ersten Single „Rebellen“ lieferten Juno 17 im September 2016 einen lautstarken Start, doch ist Philipp Hofmann, Frontmann und Bandgründer, selbst eigentlich auch ein Rebell? „Ich sehe mich selbst nicht zwangsläufig als Rebellen. Das was ich tue, machen andere auch. Das was ich kann, können andere auch. Die Ängste, die ich habe, haben andere auch. Ich versuche täglich meine Taten und Gedanken zu reflektieren und so ein Stück weit gegen einen Teil in mir zu rebellieren. Der Teil, der allzu gern angepasst und gefällig durchs Leben gehen möchte, um es sich leicht zu machen.“

Der 30-jährige Hofmann, der nach Lebens-Etappen in Stuttgart, Wiesbaden, Dublin und Berlin Herz und Heimat im Hunsrück verankert hat, blickt auf einen langen, teilweise holprigen Weg zurück. Im Jahr 2007 meldeten Philipps Freunde ihn bei einer großen Casting-Show an, er kam nicht weit, gewann aber ein vielversprechendes Feedback. Als sich daraus jedoch nichts konkretes entwickelte, besann sich Philipp wieder auf normal bis nervige Jobs. Die Musik behielt er dabei weiterhin in Kopf und Herzen.

Dann trat die Liebe in sein Leben. Ein Satz der schnulziger nicht sein könnte. Aber auch irgendwie zu Philipp passt – dem Musiker, in dessen Seele zwei Herzen schlagen. Das eine für kantigen Hardrock, das andere für eingängige Pop-Songs und dem Mut für große Gefühle. Mit der Liebe wuchs in Philipp die innere Ruhe und zugleich die Zuversicht, weiter an seinem Traum zu arbeiten. Ein Traum der seine ersten, sanften Anfänge in den 1990ern beim Hören der elterlichen Tapes von Sängern wie Westernhagen, Grönemeyer und Maffay nahm. „Mit der Musik wohnt ein tief verborgener Kindheitstraum in mir. Dieser Traum musste nie wirklich ausgesprochen und definiert werden. Ich gehe ihm nach, soweit mich meine Füße tragen.“

Juno17 haben mit der EP „Wir waren dabei“ (VÖ Juni 2017) Ihren Klang und ihre Sprache gefunden. Intensive neue deutsche Popmusik die mit ihrer grenzenlosen Gelassenheit anzustecken weiß. Absolut nicht leicht machte es sich der Sänger bei der Arbeit am kommenden Debüt-Album (VÖ Oktober 2017). Er, und in weiten Teilen auch seine Band um Philipp Stauzebach (Gitarre), Josua Mette (Bass) und Drummer Sebastian Schmitt, arbeiten seit einem Jahr intensiv an der Platte. „Ein bereits fertiges Exemplar habe ich komplett verworfen. Mir fehlten die Gänsehautmomente.“ An Stoff für Texte und Kompositionen mangelte es ihm dabei jedoch nie, denn diesen findet er überall und um sich herum. „Meine wichtigste Inspirationsquelle sind Menschen, ihre Geschichten, Gesichtszüge, Menschlichkeit, Schwächen und ihr Umgang damit.“

 

VÖ:
09.06.2017 | Single | „Sehnsucht“
30.06.2017 | EP | „Wir waren dabei“

www.juno17.de