Die Spitze der Entertainment-Pyramide

DEICHKIND, das sind doch die mit dem kompletten Abriss auf jeder Live Show. Die mit dem Schlauchboot, dem Bierfass, der Regenschirm Choreographie, dem Wahnsinn immer ein Stück näher als wir alle. Und darum so gern gesehen. Die mit dem Video, in dem sie nicht mal mehr selber vorkommen, und die, die schon Refugees Welcome riefen, als die furchtbare Bild Zeitung und Frau Merkel noch nicht mal wussten, was diese eigentümlichen englischen Worte überhaupt bedeuten. Genau. Diese Band aus Hamburg, die in diesem Jahr ein gefeiertes Album namens „Niveau Weshalb Warum“ veröffentlicht hat, das sich so lange in den Charts getummelt hat, dass wahrscheinlich neue Charts Regularien erfunden wurden, um es endlich wieder los zu werden. DEICHKIND also, diese liebenswerten Anarchisten, die zeigen jetzt hier und heute noch mal kurz und direkt aus der Hüfte wie es geht. Nämlich auch ganz anders. Ja, sie können gar nicht nur auf die Zwölf, die können auch Hymne. Liebeslied! Völlig frei von Käse und Kitsch. Hier kommt er, der große Lobgesang, die Ode an den Zusammenhalt und die Überbrückung von Gegensätzlichkeiten. Im Kern natürlich ein Liebeslied, nur eben nicht so doof wie die ganzen anderen Liebeslieder. Alleine für den geballten Wortwitz und diese Fabulierkünste möchte man sie schon den ganzen Tag küssen. Hier, verehrter Redakteur, lieber Programmdirektor, bester Musikchef aller Zeiten, hier, mein lieber ALLEIN-ENTSCHEIDER kommt das Lied, das in diesem Jahr noch gefehlt hat. Und das es so in Deutschland nur von einer Band geben kann. Eben. DEICHKIND!

 

 

 

VÖ:
30.01.15 | Album | „Niveau, Weshalb, Warum“
01.12.15 | Single | „Porzellan & Elefanten“

www.deichkind.de/